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An Adventist Christmas

26. Dezember 2016

Der Satz fordert die Vorstellungskraft heraus und testet die Möglichkeiten. Die Paarung eines solchen unverwechselbaren Adjektivs mit dem sinnvollsten und kommerziellsten Feiertag des Kalenders erscheint zunächst erschütternd, sogar schlecht beraten. Der Glaube, den wir den Rest des Jahres praktizieren — ein Aufruf zu Maßstäben und Nüchternheit, zu Wahrheiten, die gegen eine Flut von Weltlichkeit gut gelebt werden – wird zwischen Klauseln, Crèches und Zuckerstangen still und unangenehm. Wir sind uns nicht sicher, ob die Worte „Adventist“ und „Weihnachten“ zusammengehören, als hätten wir eine dieser tonischen Dissonanzen aufgedeckt, die die Knochen zittern lassen.Wie Jahrhunderte der Protestanten vor uns waren die Adventisten offiziell vorsichtig bei der Feier von Weihnachten, was auch immer unsere privaten Praktiken sein mögen. Obwohl einige große Gemeinden Reihen von Kerzen anzünden und Heiligtumsbäume trimmen werden, wird in vielen Adventskirchen die Feier der Geburt Christi kaum erwähnt, als ob die Abkehr von den Exzessen des Feiertags sie irgendwie verschwinden lassen würde. Ja, wir werden ein oder drei Weihnachtslieder singen – aber die Chancen stehen gut, dass es in der Sabbatpredigt vor dem Feiertag eher um Verantwortung oder Selbstverleugnung geht als um das Geheimnis der Menschwerdung. Besorgt, dass wir mit denen verwechselt werden könnten, die die Traditionen der Menschen heiligen, ziehen wir uns von dem zurück, was wir nicht kontrollieren können.

Weihnachten sollte also der adventistischste Feiertag sein

Und doch, und doch . . .Die Lehre, die in unserem Namen — „Adventist“ – festgehalten ist, verkündet der Welt unseren unerschütterlichen Glauben an die biblische Lehre, dass der Herr, der einst in die Geschichte eingedrungen ist, dies noch einmal tun wird, um das gefangene Israel zu erlösen: Der Christus, der einst als wehrloses Baby kam, wird bald als unser allmächtiger Retter wiederkommen. Der Glaube an das zweite Kommen macht nur Sinn in Gegenwart einer ebenso energischen Umarmung der Wahrheit des Ersten Kommens: „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit des Einziggezeugten des Vaters, voll Gnade und Wahrheit“ (Joh 1,14).* Der Adventismus verkündet — und feiert — im Kern beide Kommen und erinnert eine gedankenlose Welt daran, dass das, was in Bethlehem begann, erst dann zum vollen Ausdruck kommen wird, wenn wir selbst ein Zimmer in einer Herberge des Neuen Jerusalems gefunden haben.Weihnachten sollte also der adventlichste Feiertag sein, eine einmalige Gelegenheit für uns, unsere Treue zur vollständigen Lehre der Bibel über das Kommen Christi zu verkünden. Anstatt sich der Feier der Kultur hinzugeben oder, noch schlimmer, sie ganz zu ignorieren, ist dies unsere Zeit, um die besten der guten Nachrichten zu verkünden.Ja, erzähl mir die Geschichte von Jesus dieses Weihnachten, aber lass ihn nicht hilflos in einer Krippe liegen, eingewickelt in Windeln. Stellen Sie sicher, dass ich auch von dem Stein von Daniel 2 höre, „ohne Hände vom Berg geschnitten“, der verspricht, alle Königreiche dieser Welt zum Einsturz zu bringen.Ja, erzähl mir noch einmal von den Engeln und den Hirten, aber lass mich nicht die Wahrheit über den Großen Hirten verpassen, dessen Schafe immer noch seine Stimme kennen und ihm folgen, wenn er sagt: „Komm aus ihr heraus, mein Volk“ (Offb 18,4).
Komm, lass uns ihn anbeten. Sage mir, auch wenn ich ihn nicht zu meinem Retter erwähle, dass sehr bald ein Tag kommen wird, an dem „sich vor dem Namen Jesu alle Knie beugen sollen, die im Himmel, die auf Erden und die unter der Erde sind, und jede Zunge bekennen soll, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters“ (Phil. 2:10, 11).Und wenn du mir erzählst, dass die Weisen ihre Gaben darbrachten und sich niederbeugten, dann lade mich ein, „Gott zu fürchten und ihm die Ehre zu geben, denn die Stunde Seines Gerichts ist gekommen; und verehre den, der Himmel und Erde, das Meer und die Wasserquellen gemacht hat“ (Offb 14,7).
Seid in diesem Jahr ein freudiges Zeugnis für das Kommen des Herrn. Geht also hinaus und genießt in seinem Namen ein durch und durch adventliches Weihnachtsfest.